Einzelstation 1: Blindenstation

Definition: "Aktive" = Helfer oder Helferin der Eltern bzw.

                "Kinder" = Schüler bzw. Schülerin "GNT" = ganz normaler Tag


Hier besonders wichtig: Die Klasse muss in 2 Gruppen aufgeteilt werden. Für diese Station sind immer 2 nebeneinander liegende Klassenzimmer vorzusehen. Auf dem Sitzplatz der Kinder liegt das geprägte Blinden-Alphabet. (bitte liegen lassen)

Die Blindenschrift erlernen kann man mit Hilfe von 6er Eierkartons am schnellsten.

Ein Sechser-Eierkarton beinhaltet nur einen Buchstaben. Für das ABC sind also 26 Eierkartons notwendig.

Wenn der Tischtennisball, das Bonbon oder das Papierknäuel -

in der linken oberen Ecke liegt - ist das der Buchstabe „A“

Der zweite Eierkarton hat links Oben und links Mitte einen Tennisball dann ist das ein „B“

Der dritte Eierkarton hat oben beide Tennisbälle liegen, dann ist das der Buchstabe „C“

Die Kinder sollen ihren Vornamen mit den gesammelten Eierkarton selber schreiben oder durch Ertasten lesen.

Die Kinder sitzen im Halbkreis um die Blindenlehrer/in „Sie/Er“ stellt sich vor und erzählt wie es zu der Erblindung kam. Anschließend zeigt Sie/Er die mitgebrachten Hilfsmittel, die den Blinden Menschen das Leben so sehr erleichtern.Einkaufsguid – In welchem Regal finde ich welche Ware?

Was kostet diese? Es gibt einen Zollstock (Metermaß) mit Punkten für die blinden Handwerker.

Einkaufsguid – In welchem Regal finde ich welche Ware? Was kostet diese?

Es gibt einen Zollstock (Metermaß) mit Punkten für die blinden Handwerker.

Sprechende Uhr – oder eine Uhr an der man die Zeiger fühlen kann.

Farberkennungsgerät mit dem ich den blauen Pulli und die schwarze Hose finde.

Das Hartgeld wird an dem gerippten Rand erkannt.

Die Geldscheine haben am Seitenrand schräge Striche. An dem Muster kann man erkennen ob es sich um einen Zehn-Euroschein oder Fünfziger Schein handelt.

Beim Einschenken von Getränk berührt der Finger den oberen Rand des Glases.

Wenn es feucht wird ist das Glas voll.

Einen Faden in die Nadel einfädeln ist die schwerste Übung. Es geht – dafür muss die Nadel einen Schlitz haben -in den der Faden eingeschoben wird.

Alle Kinder bekommen ihren Vornamen in Blindenschrift gedruckt.

(Mit der von der Stiftung beigestellten Blindenschreibmaschine.)

Dieser - mit Punkten bedruckte Streifen – erweckt die besondere Aufmerksamkeit der Kinder. (Das ist mein Name! - in Blindenschrift.)

Dieser Vorgang dauert lange, deshalb zwei „Aktive“ Personen, (evtl. Blinde)

die diese Station in zwei verschiedenen Räumen durchführen. Wichtig dabei ist, dass jede blinde Person eine sehende Person als Handlanger/in hat die der Blinden die Hilfsmittel anreicht, die auf dem Tisch liegen und den Kindern gezeigt werden.

Ein geführter Toilettengang kommt auch mal dazwischen.

Großes Interesse erweckt auch ein Blindenhund- der die Blinde auf allen Wegen begleitet.