Einzelstation 2: Rollstuhlfahren

Definition: "Aktive" = Helfer oder Helferin der Eltern bzw.

                "Kinder" = Schüler bzw. Schülerin "GNT" = ganz normaler Tag


Die Stiftung stellt 12 Kinder-Rollstühle im Anhänger zur Verfügung.

Diese werden direkt in die Turnhalle gefahren. (Reifen sauber machen)

Wenn mehr als 24 Kinder in einer Klasse sind sollte sich die Schule noch zusätzliche Rollstühle im Sanitätshandel ausleihen.

Für diese Station muss die Turnhalle vorgesehen werden (glatter Boden und ausreichend Auslauffläche). Wenn keine Turnhalle vorhanden ist kann auch ein großer Besprechungsraum benutzt werden. Bei schönem Wetter kann auch der Schulhof benutzt werden.

Die Vorbereitung der Halle:

Zwei Bahnen - längs - alle zwei Meter eine Pylone setzen um die die Kinder herumfahren müssen. Am Ende liegt eine Matte auf dem Boden.

Die Kinder besetzen die Rollstühle und sind im Kreis um die „Aktive“ versammelt.

Der „Aktive“ zeigt die Handhabung des Rollstuhls.

Eine (evtl. selber im Rollstuhl sitzende) Fachkraft führt mit den Kindern Übungen und diverse Spiele mit Rollstühlen durch - mit dem Ziel, die Nutzung des Rollstuhls kennen zu lernen – siehe nachstehende Beispiele.

a) Aufgabe: den Rollstuhl kennen lernen

Hierfür werden die Kinder in zwei Gruppen geteilt. Eine Gruppe setzt sich in den Rollstuhl, die andere Gruppe bleibt Fußgänger. Die Rollikinder testen ihren Rollstuhl in der ganzen Turnhalle. Bremsen- Rückwärtsfahren oder Kurvenfahren.

b) Aufgabe: der Hindernisparcours (Zirkeltraining)

In der Halle werden mehrere Stationen aufgebaut, mit denen Alltagssituationen eines Rollifahrers durchgespielt werden können. Nur die Hälfte der Kinder sitzt in einem Rollstuhl. Jedes Rollikind bekommt ein Begleitkind, das hilfsbereit hinter dem Rolli herläuft, ohne ihn

anzufassen oder zu schieben. Alle Aufgaben müssen von den Rollifahrern so selbständig wie möglich durchgeführt werden. Hilfe gibt es nur für den Teil der Aufgabe, für den Hilfsbedürftigkeit besteht.

 

c) Praktische Beispiele:

1) Das Überfahren einer Gymnastikmatte simuliert eine Bordsteinkante.

Die Kinder müssen - durch schieben und gleichzeitig mit dem Oberkörper eine Rückwärtsbewegung (Rückwärtslage) versuchen auf die Matte zu fahren. (Kippschutz muss eingestellt sein).

Um einen schnelleren Ablauf zu gewähren, ist es sinnvoll, mit zwei vorhanden Matten nebeneinander zu arbeiten, die von zwei Rolli-fahrern gleichzeitig überquert werden.

2) Vor zwei - mit der Öffnung nach oben - liegenden kleinen Holz-Kästen steht eine Turnhallensitzbank. Davor zwei Bälle. Einen Ball vom Boden aufheben und über die Bank in einen Gymnastikkasten werfen. (wieder zwei Rollikinder gleichzeitig) Den Ball zurück holen und an seinen alten Platz legen, ist die Aufgabe des Begleitkindes.

3) Mittels 4-6 Markierungen in genügend großem Abstand kann durch Slalom fahren das Kurven fahren geübt werden.

4) Die letzte Aufgabe endet in der Nähe des Startbereichs. Hier wechseln die Kinder ihre Position. Das Begleitkind darf jetzt Rolli fahren. Beide Kinder durchlaufen den Hindernisparcours ein zweites Mal. Alle Kinder die zweimal im Cirkeltraining waren, parken ihre Rollstühle und warten hinter dem Parcours, um den Ablauf der anderen Kinder nicht zu stören.

Als Abschluss kann ein Fangspiel mit dem Rollstuhl gemacht werden.

Fischer – Fische: Ein Spieler ist der Fischer. Die anderen Kinder stehen an der gegenüberliegenden Seite und rufen: Fischer - Fischer, wie tief ist das Wasser? Der Fischer ruft 2 Meter. Die Kinder fragen: wie kommen wir rüber? Der Fischer antwortet z.B.: schnell fahren, langsam fahren, rückwärts fahren, Slalom fahren, Kreise fahren. Auf dem Weg zur anderen Seite muss der Fischer so viele Spieler wie möglich fangen, bis keiner mehr übrig ist.